Der Weg ist das Ziel – Folge deinem Herzen

Der Weg ist das Ziel

Das ist der Titel meines Weltreise-Blog.

Als 4 jähriges Mädchen stand ich das erste Mal auf der Bühne. Meine Kindheit und Jugend war, durch die Liebe meiner Eltern, erfüllt mit Musik, Tanz, Reisen, Freude, Kreativität und Liebe. Sie ermöglichten mir Violin-, Gesangs-, Klavier-, Alphorn- und Trompetenunterricht, Musiktheorie, ich durfte in Orchestern mitwirken, hatte Tanzunterricht in Rock n’ Roll, Trachtentanz, Hiphop und Standardtänze, durfte an Zirkuswochen teilnehmen, malen, spielen, krativ sein, backen, kochen, nähen, putzen, im Garten mithelfen, betonieren und viel viel viel viel mehr! Es ist unaufzählbar, was ich schon als Kind alles lernen, erfahren, sehen und machen durfte. Nicht zuletzt steht die Familienmusik!

Ich danke euch von Herzen, dass ihr mir das alles ermöglicht habt!

 

Als ich im Jahr 2008 nach der Tertia (Gymnasium) für 4Monate nach Irland ins „Austauschjahr“ reiste, begann ein neuer Abschnitt in meinem Leben. Viele Entscheidungen und Wege – das Erwachsenwerden.

In Irland hatte ich die grosse Chance, sehr gut Englisch lernen zu können, was ein Grundstein für mein Leben, all meine Reisen und Kontakte ist.

Auch sah ich an der „Ballincollig Community School“ das erste Mal in die Welt des Musicals hinein, indem ich eine Rolle als Nonne im Stück „The sound of music“ hatte.

 

Das es eine Ausbildung gibt, in der ich drei Sachen, die ich gerne mache, verbinden kann, wusste ich bis anhin nicht, doch der Gedanke war hervorragend. Ich entschied mich, meine Fähigkeiten in den Sparten Musik (Gesang), Tanz und Schauspiel zu verbessern und durfte den Lehrgang „Musical“ an der Musicalfactory Luzern absolvieren (2009/2010).

Täglich hartes Training in verschiedenen Tanzstilen, die Suche im Innern nach Gefühlen, die in Monologen zum Ausdruck kommen sollten, verschiedene Gesangstechniken lernen, Hoch’s und Tief’s… in der Musicalfactory lernte ich sehr viel. Ich genoss Unterricht in Ballett, Jazz, Stepptanz, Modern, Musicaldance, Sprechunterricht, Improvisationstheater, Monologe, Assaf (Kräftigungstraining), Gesangsunterricht und Ensemble. Es war ein grosser und guter Grundstein für mich in vielen Bereichen.

Dann ab Februar 2010 die Aufnahmeprüfungen, damit ich an einer Musicalschule studieren kann. Diese liessen mich weiter in die Welt des Musicals einblicken. Ich bemerkte, wie ich mich durchs Musical (stets auf der Suche nach „Welcher Typ bin ich?“, „Wie wirkt es äusserlich?“, „Du musst frech sein!“, „Alles was zählt ist auffallen“, „Du musst abnehmen“…) immer weiter von mir selber entfernte und in eine oberflächliche, showgeprägte Welt eintauchte.

Nach drei Monaten Aufnahmeprüfungen, hatte ich 2 Studienplätze zur Auswahl: die Musicalschule Osnabrück und die Bewegungstheaterschule „Dimitri“ in Verscio. Ich entschied mich für die Dimitrischule. Eine familiäre, renomierte Schule, mit einem riesen Spektrum an Ausbildungsfächern, alles auf Italienisch. Die Ehrlichkeit und „Echtheit“ aller Leute dort, waren für mich massgebend. Nachdem ich die zwei Aufnahmeprüfungen (Vorprüfung und 3tägige Aufnahmeprüfung) bestanden und von 450 nur noch 20 Studenten übrig waren, gabs noch 3 Monate Probezeit. Auch die bestand ich und durfte als eine von 13 bleiben. Nebst dem Erlernen der italienischen Sprache, hatte ich Unterricht in den Fächern Jonglage, Clownerie, Improvisation, Theater, Tanz (Ballett, Jazz, Modern, Stepptanz), Akrobatik, Gesang (Chor), Rhythmus, Musiktheorie, Musikgeschichte und Theatergeschichte. Die Akrobatik wurde mir zum Verhängnis und ich verunfallte zwei Mal. Nach dem 2. Unfall (und vielen kleineren Verletzungen), als ich auch mit meinem Arzt und Therapeuten gesprochen hatte, entschied ich mich für meine Gesundheit und ich brach das Studium an der Dimitrischule ab, jedoch mit einem grossen Erfahrungsschatz im Rucksack.

Eine Auszeit im Kräutergarten in Graz, öffnete mir eine neue Tür. Das Arbeiten mit Kräutern, Herstellen von Salben, Tinkturen, Ölen…eine „heile“ Welt.

Schon als Kind mochte ich es, Kräuter zu sammeln und trocknen, eine „Hexensuppe“ zu machen oder mich über Kräuter zu informieren. Auf der Suche, was es für berufliche Möglichkeiten gibt, mit Kräutern, stiess ich auf die Heilpraktikerausbildung. Arbeiten mit Menschen, Menschen helfen und heilen auf „natürliche“ Weise, klingt sehr gut.

Ich entschied mich, die Ausbildung an der Josef Angerer Schule in München zu machen, welche praktisch ausgelegt ist, im Gegensatz zu den Schweizer Schulen. Erstes Jahr = Theorie. Ich erlernte die Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers. Doch in diesem Jahr lernte ich überaus mehr: „Was ist Krankheit?“, „Was ist gesund?“, „Warum wird der Mensch krank?“, „Schulmedizin-Alternativmedizin, wo liegen die Unterschiede?“, „Wie kann man einen Menschen heilen?“…alles Fragen, die ich mir stellte und versuchte Antworten darauf zu finden. Ein Prozess, welcher mich ein Stück weit zu mir zurück führte und mich vieles hinterfragen liess.

In diesem Jahr arbeitete ich neben der Ausbildung auch sehr viel, was mich in meinem Leben auf verschiedenen Ebenen weiter brachte. Ich verteilte Zeitungen, arbeitete in der Küche, machte Gärten winterfertig, arbeitete im Service, als Promillecop, als Model und die zwei Arbeiten, die mich persönlich am weitesten brachen, waren Musikalische Früherzieherin und Honorarkraft in einer Heilpädagogischen Tagesstätte. Wenn ich neben der Ausbildung und Arbeit noch ein bisschen Zeit hatte, so war ich beim Tanzen (Salsa, Bachata, Merengue) mit Dalibor (mein Tanzpartner).

In der Ausbildung begann ich mir immer mehr Fragen zu stellen: „Warum kommen die Leute zum Heilpraktiker?“, „Warum findet die Heilpraktikertagung im teuersten Hotel Münchens statt, was absolut gar nichts Naturverbundenes an sich hat..?“ und und und. Immer wie mehr kam das Bedürfnis in mir hoch, zu wissen, wo und wie man ursprünglich heilt in Urvölkern. Ohne Tabletten, Globuli oder sonstigen Präparaten. Gibt es Völker, die die „Natürlichkeit der Natur“ zum Heilen benutzen oder sogar im Einklang mit der Natur leben? Was ist „Heilen“?

Ich entschied mich, meinen Rucksack zu packen, meine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu unterbrechen und mich auf den Weg zu machen, „Heilung“ zu finden.

 

Erste Station Venezuela – der Weg zum Ursprung.

Meine 1. Lektion lernte ich schon auf der Reise, als ich ohne Geld, ohne Wasser und Essen, allein in einer fremden Stadt in einem fremden Land, dessen Sprache ich nicht spreche, stand; VERTRAUEN.

Im Dschungel bei den Warao-Indianer sah und lernte ich sehr viel. Ein Volk, das ohne Technologie lebt, morgens „aufsteht“ aus der Hängematte, welche wie etwa 10 andere unter einem Blätterdach hängt, sich auf die Suche nach der Nahrung des Tages macht, die Wäsche im Fluss wäscht und Jeder ein Teil des Ganzen – der grossen Familie – ist. Alles was sie zum Leben und Überleben brauchen, lebt im Fluss und im Dschungel. Wasser, Tiere und Pflanzen.

Es gibt ein Wort auf Warao: „Yakera“, es bedeutet alles Positive (schön, gut, wie geht es dir?, heil…).

HEIL SEIN, IST DIE WELT SEHEN MIT DEN AUGEN VON YAKERA.

Was hier die Leichtigkeit der Menschen und die Freude an jedem neuen Tag ausmacht, hab ich auch gelernt; Ich hab hier nie! Jemanden über seine Vergangenheit reden hören! Was gewesen ist, kann man weder verändern noch auslöschen, es war. Ja, es war. Es ist nicht mehr, weshalb dann darüber diskutieren? Hier spricht jeder vom „Jetzt“ oder er sieht freudig seiner Zukunft, jeder Minute, die ein Geschenk ist, entgegen. LEBEN.

Nachdem ich total von den Moskitos im Dschungel verstochen war, wusste ich, es ist Zeit zu gehen. Ich folgte meinem Herzen (im wahrsten Sinne des Wortes!). In der Stadt Maturin, wurde ich herzlich empfangen von der Familie von José Jesus. Ich durfte eine Woche bei ihnen wohnen und wurde ein Teil der Familie. Nene (José Jesus) zeigte mir den Weg, dass ich wieder sehen konnte, was das Wichtigste ist im Leben; FAMILIE.

Die Familie ist das Höchste, das wir haben. Es ist für mich das grösste Geschenk, eine mit so viel Liebe erfüllte Familie zu haben. Ich danke euch! Ich liebe euch!

Erste Station Venezuela – der Weg zum Ursprung, ja ich hab meinen Ursprung wieder gefunden – ich bin heil.

Ich begann über meine Zukunft nach zu denken, wo will ich hin, was möchte ich machen, wo führt mich mein Ursprung hin, was bin ich, was macht mich aus?

Geht der Weg auf der Weltreise weiter? Um weiter zu reisen, muss ich Arbeit finden. Wo will ich denn überhaupt noch hin? Meine Fragen sind beantwortet – ich habe viel gelernt und mich wieder gefunden. – Der Weg ist das Ziel!

Alles, was ich bisher in meinem Leben gemacht hab, ist ein Teil des grossen Ganzen.

Im Moment bin ich in Malaga (Spanien) bei Thesi und Markus. Meine Reise hat mich hierher geführt um über meine Zukunft nachzudenken. „Ich setze mein Puzzle zusammen, um zu sehen was meine Zukunft ist.“ Im Moment kann ich einen Teil des Bildes erkennen, es führt mich in Richtung „Bühne“, jedoch will ich mir die Zeit nehmen, das Bild nicht nur teils zu erkennen, sondern es sehen zu können.

 

YAKERA.

Eure Barbara Lorien

 

 

Ein Gedanke zu „Der Weg ist das Ziel – Folge deinem Herzen

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